06.12.10
von Pott

… ich muss Euch sagen, es weihnachtet … so mittel.

Ab Ende September stehen die ersten Paletten mit Lebkuchen in den Diskountern. Ab Oktober öffnen die Weihnachtsaktionsflächen in den großen Kaufhäusern. Und spätestens Ende November kommt sie: Weihnachtsdekoration im öffentlichen Raum. Die ganze Bandbreite von Bescheidenheit bis Kommerz, von Stil bis – nennen wir es einfach – Abwesenheit von Stil. So liest man von Tannenbäumen in nahöstlichen Hotelfoyers, die über und über mit echtem Schmuck und ähnlicher Luxusware behängt sind – eine Geschmacklosigkeit in den Augen vieler zu Weihnachten ach so besinnlich gestimmter Konsumenten.

Ob die LED-Sparbeleuchtung einer weniger bekannten Hamburger Einkaufsstraße im Gegensatz dazu ein Zeichen von Bescheidenheit darstellt? Wohl eher ein Versuch, die Energiekosten zu senken. Aber das Licht ist so bescheiden festlich, dass die Abwesenheit desselben auch nicht weiter ins Gewicht fiele.

In eben jener Einkaufsstraße reiht sich Ladengeschäft an Ladengeschäft. Und alle warten mit mehr oder weniger gelungener Weihnachtsdekoration auf. Anhand einiger Beispiele kann man durchaus eine Korrelation von Berufung und Schmückung erkennen.

So tritt der postmoderne Optiker mit reduziert-roter Dekoration auf – rote Kugeln in weißen Vasen – fast schon Zen unter den Weihnachtsdekorationen, wäre da nicht das kleine Plastikbäumchen.

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29.11.10
von Claudius Kirsch

Auf Safari

Auf dem Mac gilt Firefox gerne als der Entwicklungsbrowser schlechthin. Während das Bordwerkzeug Safari als gestriegelter Taugenichts abgetan wird, spielt sich Firefox mit dem Fußgeruch von OpenSource und Community-Design in die Herzen der Codeliebhaber. Ein Irrtum, wie ich finde.

Dabei sind es nur wenige Dinge, die ich am Firefox wirklich störend finde: Zum Beispiel die zu lange Startzeit, das etwas lieblose Interface und die Add-Ons mit ihrem unstillbaren Updatehunger. Der Browser hat ohne Zweifel eine Menge an guten Funktionen und mit Firebug ein Werkzeug im Köcher, dass die moderne Webentwicklung mitgeprägt hat. Und Firefox ist natürlich auch auf meinem Rechner installiert und wird regelmäßig zur Entwicklung herangezogen. Aber die Führungsposition, die der Browser noch auf meinem PC System inne hatte, musste er abtreten. mehr

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15.11.10
von Vivian Schloemer

Das Buchcover-Mysterium

Im Buchladen zieht es mich oft wie ferngesteuert in die Abteilung “englischsprachige” Literatur. Nicht weil ich besonders anglophil wäre, sondern weil es dort so schöne Bücher gibt (ganz oberflächlich: auf deren Einband bezogen). Geprägt, lackiert, beglitzert schreit hier das ein oder andere Schmuckstück danach, gekauft oder wenigstens in die Hand genommen zu werden, während sich in den anderen, also den deutschsprachigen Regalen, die Tristesse auszubreiten scheint. Wenig prägnante Bildmotive, gerne auch mehrere Bilder ineinander gemorpht, uninspirierte Typo oder das übliche Verlagsreihen-Einerlei. Typisch deutsch? mehr

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12.11.10
von Claudius Kirsch

Der Bildschirmfotoapparat

Die Tastenkombinationen Command + Shift + 3 (ganzer Bildschirm) und Command + Shift + 4 (Auswahl) sind längst keine Geheimtipps mehr. Selbst unter verbissenen Mausbenutzern erfreuen sich die Tastaturgriffe einer respektvollen Beliebtheit.

Aber es lässt sich noch mehr aus dem praktischen Bildschirmfoto herauslocken: Die Bereichsauswahl, die Command + Shift + 4 erscheinen lässt, verwandelt sich nach einem Druck auf die Leertaste in eine Fensterauswahl. Damit lassen sich aktive Fenster, selbst wenn sie teilweise verdeckt sind oder im Hintergrund liegen, in ihrer Gänze ablichten. Auch die Controltaste erweist sich als treuer Freund, mit dem man dem Mac OS so manche versteckte Funtion entlocken kann: Command + Control + Shift + 4 schreibt den gewählten Bildschirmbereich nicht in eine Datei auf den Schreibtisch, sondern behält die Daten in der Zwischenablage. Sehr praktisch für rückstandslose Mails mit Anhang. Entscheidet man sich übrigens nach dem Starten der Bereichsauswahl doch noch spontant gegen einen Screenshot, so bringt ein Druck auf Escape den Mauscursor wieder in den Normalzustand.

In der täglichen Arbeit benutze ich die Screenshot Funktionen ständig. Sie dienen als schnelle Erklärschnippsel für hilflose Kunden, dokumentieren Bugs auf Websites oder halten als bunter Ersatz für die ungeliebten Stickies her. Die Größenangabe am Fadenkreuz ist zudem mein liebstes Digitalmaßband.

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12.11.10
von Wibke Murke

Poster, Flyer, Augenfutter

Auf der täglichen Suche nach Inspiration nehme ich gerne jede Empfehlung an. Vor kurzem bekam ich eine, die mir besonders gut gefällt und die ich deswegen sofort weitergeben möchte:

Die fleißigen Blogger von Flyer Goodness haben hier eine großartiges Sammlung der unterschiedlichsten Poster- und Flyerdesigns zusammengetragen und man spürt die Begeisterung, mit der sie das tun. Die Bandbreite der gezeigten Werke reicht von Filmplakaten und Konzertpostern über Club- und Festivalflyer bis hin zu Buchcovern und Animationen und die Sammlung wächst täglich.

Flyer Goodness ist ein Who-Is-Who des Posterdesigns und es macht unheimlich Spaß durch die Arbeiten von Designern aus der ganzen Welt zu stöbern. Neben großen Namen wie Saul Bass oder Otl Aicher werden hier aber vor allem auch auch die Perlen weniger bekannter Gestalter gewürdigt.

Jeder ist eingeladen, eigene Fundstücke hochzuladen und mitzuhelfen, diese bemerkenswerte Sammlung zu vergrößern. Viele der Arbeiten sind mit Shops verlinkt, so dass man sein Lieblingsstück gleich bestellen kann um es sich an die Wand zu hängen.

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